Fluoridhaltige Zahnpasta gehört zu den am häufigsten verwendeten Produkten für die tägliche Mundhygiene. Der Mineralstoff Fluorid ist seit Jahrzehnten fester Bestandteil vieler Zahnpflegeprodukte und wird von zahnmedizinischen Fachgesellschaften weltweit empfohlen.
Was ist Fluorid und wie wirkt es?
Fluorid ist ein natürlich vorkommendes Spurenelement, das in geringen Mengen in Wasser, Böden und einigen Lebensmitteln enthalten ist. In der Zahnpflege wird Fluorid eingesetzt, weil es den Zahnschmelz unterstützen kann. Der Wirkstoff lagert sich in die äußere Schicht des Zahns ein und kann dazu beitragen, den Zahnschmelz widerstandsfähiger zu machen. Zudem kann Fluorid die Remineralisierung des Zahns fördern, also den natürlichen Prozess, bei dem Mineralien wieder in den Zahnschmelz eingebaut werden.
Welche Fluoridverbindungen werden verwendet?
In Zahnpasten kommen verschiedene Fluoridverbindungen zum Einsatz. Natriumfluorid ist eine der häufigsten Formen und zeichnet sich durch eine gute Verfügbarkeit aus. Aminfluorid bildet einen schützenden Film auf der Zahnoberfläche und haftet besonders gut am Zahnschmelz. Zinnfluorid kombiniert die Eigenschaften von Fluorid mit einer antibakteriellen Wirkung und wird daher oft in Zahnpasten für empfindliche Zähne oder bei Zahnfleischproblemen eingesetzt. Die Fluoridkonzentration in handelsüblichen Zahnpasten für Erwachsene liegt in der Regel bei 1000 bis 1500 ppm.
Fluoridgehalt je nach Alter
Für verschiedene Altersgruppen gibt es Zahnpasten mit unterschiedlichem Fluoridgehalt. Kinderzahnpasten enthalten meist eine geringere Konzentration, um eine übermäßige Aufnahme bei Kleinkindern zu vermeiden, die Zahnpasta noch häufig verschlucken. Mit zunehmendem Alter kann dann auf Produkte mit höherem Fluoridgehalt umgestiegen werden. Bei Unsicherheiten zur passenden Fluoridmenge gibt der Zahnarzt gerne individuelle Empfehlungen.
Tipps für die richtige Anwendung
Für eine effektive Zahnpflege empfehlen Experten, die Zähne mindestens zweimal täglich für etwa zwei Minuten zu putzen. Eine erbsengroße Menge Zahnpasta ist dabei ausreichend. Nach dem Putzen sollte der Mund nur leicht ausgespült werden, damit das Fluorid länger auf den Zähnen verbleiben kann.